Einweihung des Operationssaales in Osh

Im April 2014 reiste eine Schweizer Delegation nach Osh, um den neuen Operationssaal in der Oblastklinik in Augenschein zu nehmen. Die lokalen Ärzte zeigten grosse Freude und Dankbarkeit für die den regionalen Umständen entsprechend modern eingerichteten Spitalräumlichkeiten.

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In Osch, im Süden Kirgistans, kommen weit mehr Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auf die Welt. Mit dem Aufbau der Klinik verfolgen wir das Ziel, die Kinder des Südens in ihrer heimischen Umgebung ärztlich zu betreuen. Mitunter auch, da der Weg in den Norden über eine Gebirgskette führt, die beschwerlich und für die meisten Familien unerschwinglich ist.

Die Einweihung der neuen Spitalräumlichkeiten wurde offiziell gefeiert im Beisein aller involvierten Personen und der Spitaldirektion. Danach durften die Schweizer Gäste auch bei einer Operation einer Lippenspalte dabei sein und konnten sich von der qualifizierten Arbeit der Ärzte überzeugen. Bei der Visite konnten sie viele professionell operierte Kinder antreffen, ein wichtiges Zeichen, dass unsere Arbeit Früchte trägt und den jungen Menschen eine bessere Zukunft ermöglicht.

Bischkek – Kieferorthopädisches Team bei der Arbeit
Im Frühjahr 2014 besuchte das europäische Ärzteteam inklusive einer Logopädin das Kinderhospital in Bischkek. Besonders erfreute es unsere Experten zu sehen, dass die erforderlichen Fachkenntnisse für die Spaltbehandlung zwischenzeitlich vollumfänglich von den lokalen Kollegen umgesetzt werden können. Dank der engen Betreuung sind diese nun in der Lage, die kleinen Patienten selbständig zu untersuchen, die Eltern kompetent zu beraten und entsprechende Operationen durchzuführen. Auch die Nachbetreuung ist von zentraler Wichtigkeit. So konnte auf Betreiben einer Schweizer Logopädin dieses Wissen auch am Kinderhospital sichergestellt werden. Es wurde eine lokale Fachperson eingestellt und ein Behandlungsraum, integriert in die kieferchirurgische Abteilung, eingerichtet. Eine Herausforderung bleibt jedoch, die immer wieder erschreckend desolaten Pflegezustände der Zähne von Kleinkindern zu optimieren. Leider stösst unser Wunsch nach Prävention durch regionale Zahnärzte (noch) auf taube Ohren. Doch grundsätzlich darf gesagt werden, dass sich das Voranschreiten des Projekts ausschliesslich positiv gestaltet und auch die nächsten Schritte, zum Beispiel der Ausbau eines Personalraumes oder die Einrichtung einer stabilen Internetverbindung, im Gange sind.

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