Hauptprojekt

Warum engagieren wir uns in Kirgistan? Die zentralasiatische Republik ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in ihrem Übergang zur Marktwirtschaft nach wie vor dringend auf internationale Hilfe angewiesen. Kirgistan zählt zu einem der ärmsten Länder der Welt, worunter vor allem die Kinder leiden. Zudem werden in keinem anderen Land der Welt so häufig Kinder mit einer Gaumenspalte geboren. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind eine Gruppe von angeborenen Fehlbildungen beim Menschen. Ihnen ist gemein, dass sich in der Embryonalentwicklung Teile der Mundpartie nicht normal entwickeln. In Kirgistan (rund 5 Mio. Einwohner) gibt es pro Jahr ca. 250 Neuerkrankungen, also Kinder, die mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten geboren werden.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind eine Gruppe von angeborenen Fehlbildungen beim Menschen. Ihnen ist gemein, dass sich in der Embryonalentwicklung Teile der Mundpartie nicht normal entwickeln. In Kirgistan (rund 5 Mio. Einwohner) gibt es pro Jahr ca. 250 Neuerkrankungen, also Kinder, die mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten geboren werden. Als im Jahr 2007 eine Delegation des Stiftungsrates nach Kirgistan reiste war für uns klar, dass wir diesen Kindern helfen wollen. Wir versprachen unseren Deutschen Kollegen, welche bereits seit 2003 in Kirgistan tätig waren, zu helfen. Mit unserem Versprechen, dass wir drei kieferorthopädische Be­hand­lungsplätze einrichten und die Umbauarbeiten der dafür bereitgestellten Räumlichkeiten finanzieren würden, fiel der Startschuss für die Fertigstellung und die Einrichtung der neuen Abteilung für Kieferorthopädie in Bischkek.

Bischkek

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Seit 1997 sind wir in der Hauptstadt von Kirgistan tätig. Wir haben vor Ort in Bischkek in einem grossen Kinderspital ein Zentrum aufgebaut, in welchem ein einheimisches Ärzteteam in der Lage ist, den Kindern und Familien mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten umfassend zu helfen. 


Es ist uns gelungen, dass die Kinder – wie in Europa – im ersten Lebensjahr nach modernen Operationsmethoden operiert, in der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten fachgerecht untersucht und bei Vorliegen von Ohrenproblemen unter dem Operationsmikroskop behandelt werden.
Es müssen nur noch ganz wenige Kinder, die nicht mehr im Säuglingsalter sind, operiert werden. Die Abteilung in Bischkek verfügt über eine Patientenaufnahme, drei komplett eingerichtete Behandlungsplätze, ein kieferorthopädisches Labor und eine eigene Röntgeneinrichtung. Damit verfügt das Zentrum heute über eine sehr solide Grundausstattung auf dem Gebiet der drei Kernfächer des Zentrums, die den europäischen Verhältnissen sehr nahe kommt. Es ist jetzt in Bischkek möglich, das gesamte Spektrum einer modernen Spaltbehandlung durchzuführen.

Osch

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Nachdem unsere Klinik in Bischkek landesweit bekannt geworden war, kamen zu Jahresbeginn 2013 zwei Kieferchirurgen aus dem Süden des Landes auf uns zu und baten uns, ihnen beim Aufbau eines entsprechenden Zentrums zu helfen. Kirgistan ist von einer grossen Gebirgskette in Nord und Süd geteilt. Eine zusätzliche Klinik im Süden wird es ermöglichen, dass auch hier die Patienten fachgerecht und ohne lange Anreise behandelt werden können. Es erfüllte uns mit Freude und Stolz, im Frühjahr 2014 den neuen Operationssaal in der Oblastklinik im Beisein der Spitaldirektion eingeweiht zu haben. Auch in Osch möchte unser Ärzteteam zusammen mit der Stiftung langfristig helfen und das Spital Schritt für Schritt mit den instrumentellen und apparativen Bedingungen für die Behandlung der Kinder ausbauen. Ein erster Meilenstein war das digitale Gross-Röntgengerät, welches seit 2016 täglich erfolgreich im Einsatz steht. Das ganze Engagement von Dr.med.dent. Marcel Frei, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie (CH) gilt der Ausbildung junger lokaler Zahnärzte zu Kieferorthopäden. Zusätzlich instruiert seine Frau Yvonne Frei, Dentalhygienikerin, die Gehilfinnen in Praxishygiene um den angestrebten hohen Standard zu erreichen. 

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