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Osch beeindruckt mit einem gut organisierten Spaltzentrum, während Bischkek trotz neuer Einrichtungen dringend Ressourcen und Fachwissen benötigt. Fortschritt braucht Zeit und Unterstützung.

Im Oktober besuchte unser Team die bestehenden Projekte in Osch und Bischkek. Schon der Weg zum Spital in Osch zeigte, wie sehr sich die Stadt verändert hat: Brücken und Bazar sind verschwunden und Asphalt sowie Baustellen prägen das Bild. Doch hinter den Mauern des Spitals erlebten wir eine andere Realität – ein motiviertes Team, volle Wartezimmer und eine Klinik, die sauberer undorganisierter ist als je zuvor.

Saida, unsere Logopädin, verbessert mit Narbenmassagen die Operationsresultate, und Samara sorgt für Struktur im Alltag. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen – niedrige Gehälter und Abwanderung von Ärzten – bleibt Osh das führende Spaltzentrum in Zentralasien. Patienten reisen sogar aus Usbekistan und Bishkek an. Bei unserem Besuch in Bischkek, in dem Zentrum, das wir als abgeschlossen empfunden hatten, ist die Lage ernüchternd: Zwei neue Behandlungseinheiten stehen bereit, doch es fehlt an allem – Material, Röntgentechnik, Know-how für komplexe Eingriffe. Die Chirurgen wünschen sich dringend ein Zentrum wie in Osch. Unsere Reise hat gezeigt: Fortschritt ist möglich, aber er braucht Zeit, Ressourcen und Engagement. Wir sind stolz auf das Team in Osch und motiviert, auch in Bischkek neue Perspektiven zu schaffen.