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Im Frühjahr reiste erneut eine Delegation unserer Stiftung nach Osch, um unser neues Projekt im dortigen Kinderspital weiter voranzutreiben. Schon bei der Ankunft wurde klar: Dieser Besuch würde nicht nur organisatorisch wichtig werden – er würde uns auch tief berühren.

Gleich am ersten Tag konnten wir mit der Spitalleitung den neuen Kooperationsvertrag unterzeichnen
und dringend benötigte chirurgische Instrumente im Wert von 14’000 Franken übergeben – ein unscheinbares Paket, das künftig über Leben und Tod entscheiden kann. Im klinischen Alltag zeigte sich erneut die ganze Dramatik der Situation: Viele Kinder leiden an schweren angeborenen Anomalien, die ohne spezialisierte Hilfe kaum zu überleben wären. Operationen an Säuglingen mit Darmfehlbildungen, ein Neugeborenes mit Gastrochisis, kritische Situationen ohne ausreichende Überwachungstechnik – all dies führte uns eindringlich vor Augen, wie zentraljede Form der Unterstützung ist.

Auch die strukturellen Defizite wurden sichtbar: Ein Labor, das grosse Blutmengen benötigt, fehlende Überwachungsmöglichkeiten für die Kleinsten und begrenzte technische Ausstattung. Dennoch beeindruckten uns die kirgisischen Teams mit ihrer Professionalität und ihrem unerschütterlichen Engagement. In intensiven Gesprächen planten wir die nächsten Schritte – darunter Hospitationen in Deutschland für Anästhesie, Chirurgie und Neonatologie sowie weitere Besuche unserer Delegationen vor Ort. Gemeinsam wollen wir sicherstellen, dass die Behandlung schwerkranker Kinder kontinuierlich verbessert wird.

Trotz aller Herausforderungen erlebten wir grosse Herzlichkeit. Diese Reise hat uns einmal mehr gezeigt, warum dieses Projekt so wichtig ist: Viele der Kinder in Osch hätten ohne zusätzliche Hilfe keine Chance. Jede Operation, jedes Instrument, jedes Stück Wissen rettet Leben. Unser nächster Besuch ist für 2027 geplant – bis dahin arbeiten wir entschlossen weiter, um den Kindern von Osch Hoffnung und Zukunft zu schenken.